Grassi invites 1:
fremd

Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig

– 8. Mai 2016

grassiinvites.info


In Anbetracht der Flüchtlingsströme 2015 ist die Frage danach, was die europäischen Kulturen von „anderen“ unterscheidet, aktueller denn je. Mit „Grassi invites“ hat die Staatliche Ethnographische Sammlung Sachsen 2016 eine Veranstaltungsserie ins Leben gerufen, die Künstler, Wissenschaftler und Institutionen auffordert, ein Ausstellungskonzept für politisch relevante Themen der Gegenwart zu entwickeln; den Auftakt bildet aktuell eine Ausstellung zur Entstehung des Fremden im Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig. 




Für die erste Ausstellung dieser Art haben es sich die Initiatoren am Grassi Museum für Völkerkunde, der Dozent der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Benjamin Meyer-Krahmer und die Museumsdirektorin Nanette Snoep, zur Aufgabe gemacht, dem Vorurteil, dass „nicht-europäische fremde Kulturen rückständig und primitiv leben“, entgegenzuwirken, indem sie dieses Klischee im Museum zur Schau stellen. Das Ziel ist es, sich kritisch sowohl mit der Doppeldeutigkeit des Wortes „fremd“ als auch mit dem Bild des Fremden, das in ethnologischen Museen vermittelt wird, auseinanderzusetzen. Im Fokus der Ausstellung stehen die Präsentationsweisen von Exponaten im ethnologischen Museum und deren Auswirkungen auf das Verständnis von sogenannten „fremden“ Kulturen. 


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