Kitchens and Invaders

Triennale Design Museum, Mailand

– 21. Februar 2016

triennale.org


Schon lange sind kleine und große technische Helfer nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Das Triennale Design Museum fokussiert sich auf den Schauplatz Küche und ergründet die Entwicklung der Maschinen, die uns in diesem Kontext zur Seite stehen anhand von historischen und aktuellen Designbeispielen.




Mittlerweile ganz selbstverständlich erleichtern Kühlschrank, Herd, Toaster, Fritteuse oder Mixer das Zubereiten und Aufbewahren von Lebensmitteln. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts halten immer weitere und technisch ausgefeiltere Geräte Einzug in die Küche und ersetzen vormals vom Menschen selbst ausgeführte Tätigkeiten. Einige Maschinen sind heute in der Lage, mit minimalem Zutun ganze Gerichte zu zaubern. Wie immer bei solch schleichender Technisierung des Alltags stellt sich die Frage, inwieweit nicht nur Effizienz und Komfort, sondern vielleicht auch Abhängigkeit die Folge sind. Viele Science-Fiction-Inhalte basiert auf dem Gedankenspiel, dass künstliche Intelligenz im Endeffekt die Herrschaft über unseren Planeten erlangen und der Mensch Untergebener seiner eigenen Erfindungen werden könnte.

Die Ausstellung „Kitchens and Invaders“ wurde inspiriert von Jack Finneys Roman „The Body Snatchers“ [Die Körperfresser kommen] aus dem Jahr 1955. Darin nehmen Aliens in künstlich erschaffenen, menschlichen Körpern den Platz des jeweiligen realen Doppelgängers ein, um so die Weltherrschaft zu erlangen. Küchenmaschinen sind sicher weit entfernt davon, ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln, doch gaben ihre Fähigkeiten und heutige Omnipräsenz den Kuratoren der Ausstellung den Anlass, ihre Entwicklungsgeschichte und Bedeutung genauer zu betrachten.


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