9. Dezember 2016

News
Touch Deeper

Lothringer 13 Halle, München

10. Dezember – 12. Februar 2017

lothringer13.com

 

Wem gehören Gesten? Kann man einen Toaster selber bauen? Wie sieht unsere Zukunft aus? Diese und die Frage, wie sich die Objekte ändern, mit denen wir uns umgeben, und wie sie uns verändern, stellen sich Künstler und Designer in der Ausstellung „Touch deeper“. Technologie ist in vielerlei Form schon längst unausweichlicher Teil unseres Alltags, wir besitzen Smartphones und entwickeln Smarthomes. Vor diesem Hintergrund erforschen und hinterfragen die Künstler und Designer der Ausstellung, die am 9. Dezember 2016 um 19 Uhr eröffnet wird und noch bis 12. Februar 2017 in der Lothringer 13 Halle in München zu sehen ist, die Effizienz und Intelligenz der Dinge.



 

Julien Prévieux beschäftigt sich in seiner Reihe „What Shall We Do Next?“ mit Patenten für Gesten. So hat beispielsweise Apple die Bewegung „slide-to-unlock“ patentieren lassen (in Deutschland wurde der Antrag als sogenanntes Trivialpatent vom Bundesgerichtshof abgelehnt). Prévieux sammelte solche Gesten und nennt sie „die Gesten der Zukunft“. Im nächsten Schritt wurden Diagramme aus diesen Patenten in Tanz übersetzt. 

Gewagt wird in dem Kickstarterfilm „Hyper-Reality“ von Keiichi Matsuda auch ein Blick in eine dystopische Zukunft, in der die Grenze zwischen Virtualität und Realität verschwimmt. 

„The Toaster Project“ ist der Versuch von Thomas Thwaites, selbst einen Toaster zu bauen, indem er dafür auch alle Materialien selbst beschafft. Er kaufte sich den billigsten Toaster, um seinen Aufbau und die Materialien zu verstehen. Neun Monaten später hatte er einen Toaster, der 250-mal teurer war als der gekaufte, dafür aber selbst hergestellt. Der experimentell-künstlerische Ansatz findet sich auch in seinen anderen Arbeiten, wie beispielsweise „A holiday from being human (GoatMen)“ wieder, in der er versuchte mithilfe von Prothesen eine Ziege zu werden.

Eigene körperliche Erfahrungen kann man im Zuge der Ausstellung bei der von Bless gestalteten partizipativen Rauminstallation „Worker’s Delight“ sammeln. Desiree Heiss von Bless sagt in dem anlässlich der Installation geführten Interview in form 268, dass der Beruf des Gestalters die Möglichkeit bietet, „[...] seinen Namen voll auszuschöpfen, um Dinge, Situationen und eben auch Lebensformen aller Art zu gestalten und somit beispielhaft neue, mögliche Wege aufzuzeigen“.

Neben den oben genannten Gestaltern sind auch Dunne and Raby, Mark Formanek, Kunstflug, Studio Makkink and Bey, Oliver-Selim Boualam, Maarten Baas, Mark Formanek, Philipp Scholz und Unknown Fields Division vertreten.

 



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