3. Januar 2015

News
WChUTEMAS.
Das russische Bauhaus

Martin-Gropius-Bau, Berlin

– 6. April 2015

berlinerfestspiele.de

 

Wchutemas wird oft als russisches Bauhaus bezeichnet und steht außerdem für die legendäre Kunstschule der Moderne in den 1920er-Jahren. Die Ausstellung mit gleichem Namen zeigt nun erstmals in Deutschland bedeutende Werke aus der Arbeit des Wchutemas, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Architektur. Die Ausstellung umfasst etwa 250 Skizzen, Zeichnungen, Malereien und Modelle, die sowohl von Lehrern als auch Studierenden stammen.



 

1920 wurden die künstlerischen Werkstätten des Wchutemas durch ein Dekret der Sowjetregierung gegründet und umfassten acht Fakultäten mit Produktionswerkstätten für Holz, Metall, Textil, Druckgrafik und Keramik und Kunstwerkstätten für Malerei, Skulptur und Architektur. Insgesamt wurden hier mehr als 1.000 Studierende unterrichtet. Zu den unterrichtenden Kollegen zählten bekannte Künstler und Architekten wie beispielsweise El Lissitzky, Naum Gabo, Gustav Klucis, Ljubow Popowa oder Alexander Rodtschenko, deren Namen alle mit der russischen Avantgarde verbunden sind.

 

Ziel der Bewegung war es, mit Hilfe der Kunst und Architektur den sogenannten „neuen Menschen“ zu kreieren und auf diese Weise auch eine revolutionäre Erneuerung des Verhältnisses von Kunst und Gesellschaft zu verwirklichen. Aber auch innerhalb dieser Schule gab es Diskussionen und Streitigkeiten um den einen, richtigen Weg. Die ausgestellten Arbeiten zeigen deshalb nicht nur das utopische und baukünstlerische Potenzial der Künstler, sondern auch gleichzeitig die verschiedenen, sich widerstrebenden Ansichten. 1930 kam es dann zur Schließung der Schule, woraufhin die Architekturfakultät mit dem höheren Bauingenieur- und Architekturinstitut, dem späteren Moskauer Architekturinstitut, verschmolzen wurde.

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